Verlängerung der Sonderausstellung Seelenheil und Höllenqual in Erfurt

Verlängerung der Sonderausstellung Seelenheil und Höllenqual in Erfurt

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Erfurt - Erfurter Museen

Die Sonderausstellung "Höllenqual und Seelenheil. Profanes und sakrales Leben hinter Stadtmauern" im Erfurter Stadtmuseum, Johannesstraße 169, wird bis zum Sonntag, den 20. Januar 2008 verlängert. Damit besteht letztmalig die Möglichkeit die außergewöhnlichen Objekte der Exposition mit eigenen Augen zu betrachten. Dazu zählen das Missale speciale abbreviatum, gedruckt von Johannes Gutenberg, um 1450 aus dem Benediktinerstift St. Paul im österreichischem Lavanttal. Das Messbuch ist ein sehr zeitiger Druck, so dass es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um das älteste mit beweglichen Metalllettern gedruckte Buch der Welt handelt.
Seit langer Zeit im verborgenen aber bei uns ausgestellt: das Erfurter Ratssilber - die letzten vier noch erhaltenen Teile einer einst über 200 Teile umfassenden Kollektion.

In der letzten Ausstellungswoche, ab dem 15. Januar, werden noch einmal die erste schriftlich fixierte Gesetzessammlung Erfurts, die "Willkür" von 1306 und die Allgemeine Studentenmatrikel der philosophischen Fakultät zu Erfurt, Bd. 2, mit dem gezeichneten großen Wappen der Stadt aus dem Erfurter Stadtarchiv der Öffentlichkeit präsentiert. Aus konservatorischen Gründen wurden die Ausstellungszeiten für beide Handschriften begrenzt. Die vier, hier stellvertretend für weitere interessante Hinterlassenschaften vergangener Jahrhunderte, genannten Ausstellungsstücke zeigen profanes und sakrales Leben hinter Stadtmauern.

Die Ausstellung ist täglich, außer Montags, von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Sonntags finden immer 16 Uhr öffentliche Führungen statt.