Hommage an eine Gründergeneration
Hommage an eine Gründergeneration
Erfurt - Ausstellungen
Hommage an eine Gründergeneration, Projekt desForum Konkrete Kunst im Rahmen "90 Jahre Bauhaus"
Das Forum Konkrete Kunst beteiligt sich am 90. Jubiläum der Gründung des Bauhauses mit einem Projekt unter dem Thema „Hommage an eine Gründergeneration", welches aus 3 Teilen besteht:
1.
Theoriekolloquium am 5. und 6. Mai 2009 jeweils ganztags
im Augustinerkloster mit Referenten aus Deutschland, Österreich,
Frankreich, den Niederlanden und Polen.
2.
Ausstellung in der Peterskirche Ausstellung in der Peterskirche
4. Mai - 23. August 2009
Mit 15 Künstlern aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien, den Niederlanden, Österreich, Polen und Schweden
Eröffnung im Rahmen eines Festes am 4. Mai 2009 18 - 21 Uhr
mit Musik, Poesie und Lichtperformances.
Zur Ausstellung spricht: Prof. Eugen Gomringer/ IKKP Rehau
3.
4. Mai 2009 von 11 - 17 Uhr
Aktion „Die Kunst geht in die Stadt"
a) mit einer Grafikaktion im Innenstadtbereich von Erfurt mit 89 Künstlern aus 9 europäischen Staaten. (darüber wurde bereits informiert)
27. April bis zum 23. August in den Einrichtungen zu sehen
b) Aktionstag mit Schülern der Walter-Gropius-Schule und des Albert-Schweizer-Gymnasiums.
4. Mai zwischen 11 und 17 Uhr
Motto zum Konzept „Hommage auf eine Gründergeneration"
Erwartet werden keine formalen Anklänge an die Meister, keine Fortführung der Konzepte.
Die Hommage wird verstanden als eine Haltung im Sinne der Vordenker: Weiterdenken der Konzepte, vitales Interesse an Ergebnissen und Erscheinungen unserer Zeit und Gesellschaft, Neugier und Hinterfragen, Mut zu Neuem,
denn all das haben die Künstler der Gründergeneration in Russland, Polen, den Niederlanden, Frankreich und eben auch am Bauhaus vorgelebt.
zu 1. Theoriekolloquium (Namen der Referenten und Tagesordnung siehe Anlage)
Das Kolloquium umfasst 7 Referate und 3 Statements. Die Referenten kommen aus den Ländern, die zu Beginn und während der Entwicklung der Konstruktiv-Konkreten Kunst wichtige Zentren waren: Polen, die Niederlande, Frankreich, Österreich und natürlich Deutschland mit dem Bauhaus, einem Schmelztiegel für Theorien und Meinungen. Zudem gibt es Statements von Künstlern zu ihrem Verständnis der Gründergeneration sowie eine Darstellung von Dr. Ulrike Hess von der Walter-Gropius-Schule zu den Unterrichtszielen im Sinne der Bauhaustradition.
Die Referate setzen sich auseinander mit neuen Entwicklungen oder „Weiterungen", wie Prof. Schmidt die neu hinzugekommenen Bereiche der Konkreten Poesie und Fotografie bezeichnet, mit Grenzbereichen, Gemeinsamkeiten, Unterschieden und auch Widersprüchen in der gegenwärtigen Konkreten Kunst.
Mit der spezifischen Entwicklung der Konkreten Kunst in den Ländern, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts wichtige Zentren waren, beschäftigen sich die Referenten aus Polen, Frankreich, den Niederlanden und Österreich: so z.B. über das Verhältnis von Rationalismus, philosophischer Reflexion und Geheimnis in der polnischen Kunst, Frankreichs langen Marsch in die moderne Gestaltung, die Erneuerung der Prinzipien der Stijl-Künstler oder Konstruktiv-Konkrete Kunstkonzepte im Österreichblick.
zu 2. Ausstellung in der Peterskirche (teilnehmende Künstler siehe Anlage)
Die Ausstellung zeigt Beispiele zeitgenössischer Konzepte der Konkreten Kunst, bei denen neue Medien, industrielle Materialien und Methoden, Gedanken aus Wissenschaft und Philosophie sowie der Grenzbereiche zur Rauminstallation und räumlichen Illusion zugrunde liegen. So - um einige Beispiele heraus zu greifen - die 20 großformatigen Polaroids einer weißen Fläche von Inge Dick, uns sichtbar als Fotos von weiß bis schwarzblau, aufgenommen mit dem Sonnenstand des 22.06.2002 zwischen 19:56 und 21:11 Uhr; die Implosionen von 3 Edelstahlkuben von Ewerdt Hilgemann; das aus industriellen, genormten Fertigteilen geknüpfte, im Raum schwebende Tragwerk von Lars Englund; eine künstlerische Umsetzung der Thematik von „Regel und Zufall" von Jean-François Dubreuil, der bei seinen Arbeiten von Tageszeitungen ausgeht und thematisch zusammengehörige Artikel mit vorher festgelegten Farben belegt.
Wiesław Łuczaj begibt sich mit seiner Wandmalerei auf das Gebiet der räumlichen Illusion, und Josef Linschinger nutzt das Medium Film, um sein Konzept „von der Linie zur Fläche" oder umgekehrt sinnlich nachdrücklich erlebbar zu machen.
In die Ausstellung führt ein Prof. Eugen Gomringer, einer der wichtigen Theoretiker der Konkreten Kunst, der das Forum seit Beginn begleitet und berät.
Aus Anlass des 90. Jubiläums des Bauhauses gibt es vor der Ausstellungseröffnung ganz im Sinne der „Hommage an eine Gründergeneration" eine Veranstaltung mit
Nora Gomringer / Bamberg: Spoken-Poetry-Performance
International erfolgreiche Künstlerin und Verfasserin von mehreren Büchern
Laurenz Theinert und Matthias
Schneider-Hollek/ Stuttgart „Bauhaus - und was dann?" audiovisuelles Konzert
eindrucksvolle interdisziplinäre Zusammenarbeit eines Licht- und Klangkünstlers auf einem eigens dafür entwickelten MIDI-Keybord.
zu 3. Aktionstag „Die Kunst geht in die Stadt" (exakte Angaben siehe Anlage)
mit Schülern der Walter-Gropius-Schule und des Albert-Schweitzer-Gymnasiums
In Ergänzung zur Grafikaktion in Einrichtungen der Innenstadt
Dem Fest und der Ausstellungseröffnung voraus geht eine lebendige, engagierte Aktion, die das Forum gemeinsam mit Lehrern und Schülern beider Schulen bereits im Herbst vergangenen Jahres initiierte, und die mit Phantasie und Kreativität umgesetzt wurde.
Ausgangs- oder Treffpunktpunkt ist der Fischmarkt. Kostümiert mit Gewändern, Hüten oder Kartons, die die geometrischen Grundformen Kreis, Quadrat und Dreieck sowie die Farben Rot, Blau Gelb thematisieren, bewegen sich die jungen Leute im Innenstadtbereich und treffen sich zu festgelegten Zeiten, aufgeteilt in fünf Gruppen, gleichzeitig auf fünf verschiedenen Plätzen zu kurzen Performances zum zentralen Thema „Die Kunst geht in die Stadt", das in rhythmischen Sprechchören immer wieder intoniert werden wird. 16:00 Uhr treffen sich alle Gruppen auf den Domstufen zu einem gemeinsamen Sprechchor und begeben sich abschließend im Gänsemarsch zur Peterskirche hoch, wo die ankommenden Gäste mit kleinen Performances begrüßt werden.
Ergänzung findet die Idee „Die Kunst geht in die Stadt" in der Gestaltung einer Straßenbahn, die auf unterschiedlichen Linien der Stadt fahren wird.
Dank für Förderung und Unterstützung
Dafür, dass Ideen und Konzepte zu „Hommage an eine Gründergeneration" in der gewünschten Vielfalt und Internationalität Realisierung finden konnten, dankt das Forum Konkrete Kunst Erfurt
dem Thüringer Kultusministerium
der Sparkassenstiftung Erfurt
der Kulturdirektion der Landeshauptstadt
den mitwirkenden Schulen
der Ströer Deutsche Städte Medien GmbH
SCA PACKAGING Arnstadt GmbH
dem evangelischen Augustinerkloster
privaten Förderern des FORUM KONKRETE KUNST e.V.
Bornmann
Kulturdirektor
ANLAGE
1.
Theoriekolloquium „Hommage an eine Gründergeneration"
am 5. und 6. Mai 2009 jeweils ganztags
im Augustinerkloster mit Referenten aus Deutschland, Österreich,
Frankreich, den Niederlanden und Polen.
Referenten in der Reihenfolge der Tagesordnung:
Prof. Dr. Dr. Siegfried J. Schmidt / Münster
Dr. Ulrike Hess/ Erfurt
Dr. Birgit Möckel/ Berlin
Prof. Dr. Gerhard Glüher/ Bozen
Ulrich Behl/ Kiel
Dr. Bożena Kowalska/ Warschau
Gerhard Hotter/ Nürnberg
Hans Jörg Glattfelder/ Paris
Ankie de Jong-Vermeulen/ Utrecht
Dr. Peter Assmann/ Linz
Tagesordnung
Dienstag, 5. Mai 2009
11.00 - 11.20 Uhr
Eröffnung durch den Kulturdirektor, Jürgen Bornmann und die Projektleiterin Heidi Bierwisch
11.20 - 12.20 Uhr
Prof. em. Dr. Dr. Siegfried J. Schmidt / Münster / Bozen,
„Hommage an eine Gründergeneration - Konzepte, Weiterungen, Widersprüche"
12.30 - 13.00 Uhr
Dr. Ulrike Hess / Walter-Gropius-Schule Erfurt „Menschen können Brücken schlagen" zur Arbeit der Schule mit Bezug auf ihren Namensgeber
13.00 - 14.00 Uhr Mittag
14.00 - 14.45 Uhr
Dr. Birgit Möckel / Kunsthistorikerin Berlin „... mehr als nur ein Begriff ..." Neue Lösungen und Grenzbereiche Konkreter Kunst heute
14.45 - 15.15 Uhr Kaffee
15.15 - 16.00 Uhr
Prof. Dr. Gerhard Glüher / Freie Universität Bozen / Fak. für Design und Künste
„Spiel und Analyse, Konkrete Fotografie und Medienexperimente am Bauhaus - eine Studie über Gemeinsamkeiten und Unterschiede"
16.15 -16.45 Uhr
Ulrich Behl / Künstler / Kiel über seinen Lehrer Kurt Schwerdtfegers „Reflektorisches Farblichtspiel" aus seiner Weimarer Bauhaus-Zeit
Mittwoch, 6.5.2009
10.00 - 10.45 Uhr
Dr. Bozena Kowalska / Brwinòw „Über den Rationalismus in der geometrischen Kunst und über den in ihr gegenwärtigen Faktor der philosophischen Reflexion und des Geheimnisses"
11.00 - 11.30 Uhr
Gerhard Hotter/ Nürnberg, Künstlerstatement das „Langford-System" als Grundlage seiner Arbeit
11.45 -12.30 Uhr
Hans Jörg Glattfelder / Paris / Theoretiker und Künstler
„L'Esprit Nouveau" - Frankreichs langer Marsch in die moderne Gestaltung.
12.30 - 13.30 Uhr Mittag
13.30 - 14.15 Uhr
Ankie de Jongh-Vermeulen / Bureau The Arts / Utrecht „Struktur und Systematik in der niederländischen und angelsächsischen Welt - eine Fortsetzung und Erneuerung der Prinzipien der Stijl-Künstler."
14.30 - 15.15 Uhr
Dr. Peter Assmann / Direktor der Landesmuseen Oberösterreich / Linz „konkret beeinflußt, ganz persönlich - konstruktiv- konkrete Kunstkonzepte im Österreichblick"
2.
Ausstellung „Hommage an eine Gründergeneration"
in der Peterskirche Ausstellung in der Peterskirche
4. Mai - 23. August 2009, Mi - So 10 - 18 Uhr
Mit 15 Künstlern aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien, den Niederlanden, Österreich, Polen und Schweden
Douglas Allsop/ GB
Collin Ardley/GB /D
Jan Berdyszak/ PL
Hellmut Bruch/ A
Inge Dick/ A
Jean-François Dubreuil/ F
Gerhild Ebel/ D
Lars Englund/ S
Gerhard Frömel/ A
Ewerdt Hilgemann/ NL
Gerhard Hotter/ D
Josef Linschinger/ A
Wiesław Łuczaj/ Pl
Ben Muthofer/ D
Vera Röhm/ D
Eröffnung im Rahmen eines Festes am 4. Mai 2009 18 - 21 Uhr
Grußworte:
Kulturdirektor Jürgen Bornmann
Vorstandsvorsitzender der Starkasse Mittelthüringen, Dieter Bauhaus
Danach
Nora Gomringer / Bamberg: Spoken-Poetry-Performance
Laurenz Theinert und Matthias
Schneider-Hollek/ Stuttgart „Bauhaus - und was dann?" audiovisuelles Konzert
Grußwort des Oberbürgermeisters, Andreas Bausewein
Rede zur Ausstellung, Prof. Eugen Gomringer/ IKKP Rehau
3.
4. Mai 2009 von 11 - 17 Uhr
Aktion „Die Kunst geht in die Stadt"
a) mit einer Grafikaktion im Innenstadtbereich von Erfurt mit 89 Künstlern aus 9 europäischen Staaten. (darüber wurde bereits informiert)
27. April bis zum 23. August in den Einrichtungen zu sehen
b) Aktionstag mit Schülern der Walter-Gropius-Schule und des Albert-Schweizer-Gymnasiums.
4. Mai zwischen 11 und 17 Uhr
+++ Zeiten und Treffpunkte wurden aus organisatorischen Gründen gegenüber der gedruckten Einladung geändert +++
Treffpunkt aller Schüler: 11 Uhr Fischmarkt
Aufteilung in 5 Gruppen
Zeitplan: Treffen der einzelnen Gruppen
11 Uhr - 12 Uhr - 13 Uhr - 14 Uhr
15 Uhr - 15.30 Uhr - 16 Uhr
Treffpunkte (nach dem Fischmarkt):
- Benediktsplatz
- Schlösserstraße/ Höhe
Breuninger
- Willy-Brandt-Platz/ vor dem
Bahnhof
- Anger/ vor dem alten
Angerbrunnen oder vor der
Sparkasse
- Marktstraße/ Höhe Elmi-Café
Letztes Treffen: - Domstufen
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